Portugiesische Wildpferde

Garrano Wildpferde

Die Geschichte der Garrano – Wildpferde

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Hintergrundinformationen über die Geschichte der Garrano Rasse
(wilde Berg-Pferde):

Lusitanos kennt jeder, bei den Sorraias ist es schon schwieriger, doch die Garranos sind so gut wie unbekannt. Dabei fließt ihr Blut noch heute in vielen amerikansischen Mustangs.
Sie kamen mit den Konquistadoren nach Amerika, denn sie waren zäh und kleiner als ihre portugiesischen Brüder die Lusitanos. Dadurch konnte man sie besser auf den Schiffen unterbringen. Doch heute sind sie stark bedroht. Keiner weiß genau wieviele reinrassige Garranos noch frei in den Bergen Nordportugals leben. Doch immer noch werden sie in Schlachthäuser gebracht, wenn sie den Feldern der Bauern zu nahe kommen. Dabei weiden deren Rinder das ganze Jahr auf ihrem Gebiet. Doch so ist das wohl, wenn man nicht so berühmt ist.

 

Wir setzen uns daher stark für ihren Erhalt ein, bieten respektvolle Exkursionen zu ihnen an und man kann sie sogar auf unseren Reittouren reiten. Spätestens da merkt man ihre Überlegenheit den Lusitanos gegenüber. Wie bergziegen erklimmen sie leicht jede noch so schwierige Passage.

 

Diese uralte Rasse trägt das Erbe des ursprünglichen iberischen Ponies. Einst ausschließlich Rappen und Braune mit einer Größe von ca. 1,35-1,40 m, extrem trittsicher, konkave Kopfform, schönes Exterieur, temperamentvoll und dabei freundlich und sanft. Gänge wie ein Großpferd und sie klettern sicher wie Bergziegen, sind perfekt an diese Landschaft angepasst. Durch denselben Lebensraum mit dem Wolf haben sie sich sämtliche Urinstinkte zum Überleben bewahrt.

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Erst seit 1993 als eigenständige Rasse staatlich anerkannt, obwohl nachweislich seit über 20.000 Jahren dort ansässig, muss um ihr Überleben gebangt werden. Schätzungsweise existieren nur noch 1.000 -1.500 Garranos, von den Reinrassigen sind es noch weniger. Denn durch gedankenlos freigelassene Hauspferde haben sie sich gekreuzt und büßen dadurch überlebenswichtige Kriterien ein.

 

Sie sind eine sehr alte Präsenz in Portugal, denn die Garrano-Pferde sind ein integraler Bestandteil der hohen Berge des Minho.

 

Die Entdeckung im Jahre 1867, bezeichnet die Eohippus – ältester direkter Vorfahre des Pferdes, heute 65.000.000 Jahre alt, sie erlauben eine direkte evolutionäre Verbindung herzustellen, bis hin zu den ersten Exemplaren, erschienen als Equus caballus, vor über 1.000.000 Jahren.

 

Während des Mittelalters seit der Altsteinzeit war das prähistorische Leben dramatisch, durch die Abkühlung und durch das Auftreten von Eiszeiten verursacht, verändert worden. Insbesondere während der letzten Eiszeit (auch Würmeiszeit genannt) wurde die damalige Fauna auf mehrere Migrationen verteilt.

 

Einige Tierarten wichen durch das Vordringen und Zurückweichen der Gletscher auf dem europäischen Kontinent aus, wie die Rentiere. Die Ponys im nördlichen Europa der Equiden, folgten ihnen.
Andere Pferde wurden in das südliche Europa auf der Suche nach einer günstigen Umgebung geleitet.

 

Diese Phänomene der geographischen Modellierung ist nur eine kleine Fläche innerhalb dessen was war, welches nun das heutige Portugal ist. In Spanien gab es nur wenig lokale Vereisungen im kantabrischen Bereich und um die Berge des Astur-León. So war es möglich, dass eine Gruppe von Pferden sich auf der Halbinsel Ibérica ansiedelten.
Es ist dieser Kern, von dem die aktuellen Pferde stammen.
Die Garranos sind daher ursprüngliche Pferde auf der iberischen Halbinsel seit der Quartärzeit.

 

In der Paläolithischen Kunst liefern mehrere Zeugen Beweise für die Anwesenheit des Garrano auf der Halbinsel seit dem Jungpaläolithikum, vor allem die Magdalénien Kunst mit seiner umfangreichen Darstellung und dem Realismus. Schöne Gemälde und Stiche in den Höhlen von Altamira und La Pasiega (Santander, Spanien),Perlenfaenger_Naturreisen_Artenschutz_Wildpferde_Wolf_Portugal_Garranos_und_iberische_Woelfe_Sabine_Bengtsson_12 20.000 v. Chr. datiert, zeigen die Pferde wenig korpulent, kurzes, dickes Fell und gerade oder konkaves Kopf-Profil, ein wahres Bild der heutigen Garranos. Sie sind auch in den heutigen Genen der amerikanischen Mustangs vertreten, denn die europäischen Eroberer hatten Garranos mit an Bord bei der Entdeckung Amerikas.

Wir beobachten diese faszinierenden Wildpferde seit vielen Jahren und stellen immer wieder erstaunt fest, wieviel es über sie noch zu entdecken gibt.

 

Anmerkung: Wissenschaftler bezeichnen oft als die einzig echte Wildpferderasse die Przewalski-Pferde. Daher ist uns wichtig abschließend folgendes zu erwähnen:

 

Anders als die Przewalski Pferde  wurden die Garranos bisher nie ausgerottet. Sie konnten durchgehend seit über 20.000 Jahren ihre Urinstinkte verbessern und bewahren. Durch die permanente Präsenz des Wolfes haben sich die Garranos einzigartige Urinstinkte bis heute bewahren können!

 

Während die heutigen freilebenden Przewalski-Pferde aus ausgewilderten Zootieren bestehen und bei ihrer Wiederansiedelung erst lernen mussten sich in ihrer ursprünglichen Heimat zurecht zu finden, lebten die Garranos durchgehend wild und mit ständiger Anwesenheit von Beutegreifern.

 

Doch solche Streitigkeiten unter Biologen, ob Garranos auch echte Wildpferde sind oder nicht, sind für uns nicht relevant. Uns interessiert den letzten noch lebenden wilden Garranos eine sichere Heimat gemeinsam mit den Wölfen zu erhalten und uns Menschen zu ermöglichen diese einzigartige Symbiose von Pferd und Wolf in einem Lebensraum respektvoll noch lange erleben zu können.

 

Mehr zu unserem Garrano-Schutzprojekt

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