Lichtverschmutzung – Um dieses Thema soll es in diesem Blogbeitrag mit vielen wertvollen Tipps und Links gehen und es wäre großartig, Sie als Garten-, Terrassen-, und Balkonbesitzer für die zunehmende Lichtverschmutzung zu sensibilisieren.

Erfreulicherweise gibt es simmer mehr Menschen, die in Ihren Gärten “wilde Ecken” stehen lassen, Insektenhotels aufhängen, oder naturnahe Gärten anlegen. Doch gleichzeitig leuchten viele ebenso ihre Gärten nachts mit Dekolicht aus und sind sich nicht bewusst, dass damit im Grunde all die o.g. Bemühungen sinnlos sind und zunichte gemacht werden.

Denn ich beobachte mit größter Sorge die zunehmende Lichtverschmutzung in Gemeinden, ja selbst kleinsten Dörfern, die durch das günstige LED-Licht die ganze Nacht das Licht brennen lassen, oder auch die rasante Zunahme an Dekobeleuchtung im Garten.

In Discountern, Baumärkten, ja selbst Gartencentern werden zu Hauf grelle Dekobeleuchtungen für wenig Geld für den Garten, Balkon oder der Terrasse angeboten.

Natürlich wäre es ein Traum, wenn diese Produkte vom Markt verschwänden, doch das wird wohl nur dann passieren, wenn es nicht mehr gekauft wird. Daher ist Wissen und Aufklärung so wichtig.

Durch Solarzellen lassen sich Dekobeleuchtungen meistens nicht ausschalten und leuchten somit die ganze Nacht und töten allein in Deutschland unnötig Milliarden Insekten pro Nacht, verwirren (Zug-)Vögel und Nachttiere wie Fledermäuse und schädigen die Widerstandskraft von Pflanzen, ja sogar von Fischen und Reptilien, die in Teichen nah einer Leuchtquelle leben. Gerade die Insekten werden von dem Kunstlicht angezogen und sind gezwungen so lange um die Lichtquelle fliegen zu müssen, bis sie erschöpft zu Boden sinken und sterben. Damit fehlen sie tagsüber den Vögeln als Nahrungsquelle und als wichtige Bestäuber für die Pflanzen!

Dabei stelle ich in Gesprächen fest, dass viele es unbeabsichtigt machen, einfach weil das Wissen fehlt, was sie der Natur und den Tieren damit antun.

Anders sieht es schon bei dem Verständnis der Gemeinden aus nachts das Straßenlicht nur noch partiell, bzw. in kleinen Dörfern ganz auszuschalten. Hier ist oft das Wissen vorhanden. Und es gibt sogar mittlerweile vielversprechende Lösungsansätze wie Bewegungsmelder und die Steuerung über eine App auf dem Smartphone, wenn ich die Straße entlang gehe. Doch es fehlt am Willen es umzusetzen. Alle reden zwar vom Klimaschutz, doch der Artenschutz ist nach wie vor ein Stiefkind in der Politik! Und da der Stromverbrauch durch LED´s billig geworden ist, gibt es finanziell auch keinen Anreiz es umzusetzen!

Da jedoch die Fläche aller Gärten genauso groß ist wie die an Nationalparks in Deutschland (Quelle: https://www.garten-als-naturschutz.de/), hätten die Gartenbesitzer einen großen Anteil daran langfristig etwas für die Natur tun zu können. In diesem Zusammenhang verweise ich gerne auf folgenden Link zur naturnahen Gartengestaltung, den mir Herr Christian Landsmann von Gartenbista zugesandt hat:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.gartenbista.de zu laden.

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Ich möchte Ihnen nachfolgend noch ein paar Punkte aufzählen, was jeder konkret gegen die zunehmende Lichtverschmutzung tun kann:

  1. Sprechen Sie die Ladenbesitzer/Verkäufer gezielt darauf an, ob es Produkte gibt, die sich ausschalten lassen. Dann können Sie die Beleuchtung abschalten, wenn Sie zu Bett gehen! Und der Handel bekommt mit, dass sich zusehends herum gesprochen hat, dass ein Umdenken stattfindet und der Bedarf nach naturverträglichen Beleuchtungen besteht!
  2. Minimieren Sie die Lichtquellen. Denn gerade wenn es um Ihren Garten herum noch dunkle Bereiche gibt, locken schon wenige Lichtquellen viele Insekten aus diesen selten gewordenen, wertvollen, dunklen Lebensbereichen und entziehen die Insekten ihrem natürlichen Lebensräumen. Dies erhöht enorm das Artensterben.
  3. Verwenden Sie möglichst nur Lichtquellen, die niedrig angebracht sind und nach unten abstrahlen, um eine weite Strahlung in die Umgebung zu vermeiden.
  4. Verwenden Sie Bewegungsmelder oder verwenden nur Dekolicht, das sich ausschalten lässt.
  5. Verwenden Sie nur Lichtkörper, die geschlossen sind, um das Eindringen von Insekten zu vermeiden.
  6. Verwenden Sie nur Lichtquellen, die möglichst gelbes Licht haben. Dies ist weniger anziehend für Insekten, als Lichtquellen mit einem hohen Blaulichtanteil. Hierzu gibt es einen sehr guten Bericht:
    https://www.bund-sh.de/stadtnatur/insektenvertraeglichere-beleuchtung/
  7. Informieren und bitten Sie Ihre Gemeinde, oder Unternehmen mit viel Beleuchtungen, sich dafür einzusetzen insektenfreundliche Beleuchtung zu verwenden, oder ganz auf das Licht zu verzichten.
    https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/energieeffizienz-und-gebaeudesanierung/artenschutz/28415.html

https://www.umweltberatung.at/lichtverschmutzung

https://www.bund-sh.de/stadtnatur/lichtverschmutzung/

  1. Im übrigen tun Sie damit auch etwas für Ihre Gesundheit, denn auch der Mensch leidet immer mehr unter der zunehmenden Lichtverschmutzung! Unruhiger Schlaf und damit gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nur ein paar der Auswirkungen von zu hellen Nächten!

https://www.lampe.de/magazin/lichtverschmutzung-hat-gravierende-folgen-fuer-mensch-und-umwelt/  

All diese Punkte machen deutlich, dass dringend ein Umdenken und Handeln stattfinden muss.

Zur Lichtverschmutzung kommen weitere Faktoren hinzu, die der Natur und den Wildtieren zusetzen, wie Mähroboter, Laubsauger,- und Laubbläser,… Doch dies ist ein Thema, dass ich gesondert in einem anderen Blogbeitrag behandeln möchte.

Viele von uns haben sich sehr von der Natur entfernt, auch wenn es eine große Sehnsucht danach gibt. Bleibt also zu hoffen, dass Information, Aufklärung und Wissen um die Folgen unseres Handelns langfristig dazu führen, unser Verhalten zu überdenken…

Die Natur und die Artenvielfalt wird es uns danken!

Wer Lust hat sich auf eine schöne Art u.a. mit dem Thema Licht zu befassen: Ab diesem Jahr gibt es eine neue Perlenfänger-Naturtour im Schwarzwald, in dem es auch um das Thema Licht, Sterne und die Tiere der Nacht geht.

Das UNESCO Biosphärengebiet Schwarzwald ist eine Natur- und Kulturregion, die durch ihre artenreiche und vielseitige Mittelgebirgslandschaft hervorsticht! Lernen Sie diese vielfältige Region von ihrer ganz besonderen Seite kennen. Lokale Experten nehmen Sie mit zu Landwirten, wo die regionale Rasse der Hinterwälder Rinder oder Ziegen artgerecht leben und so den Naturschutz unterstützen. Oder machen Sie eine Nachtwanderung auf der Suche der Tiere der Nacht und unternehmen viele andere außergewöhnliche, nachhaltige Exkursionen zur Waldwirtschaft, der dortigen Kultur,… Die Unterkunft, ein traditionelles Familien-Hotel über Generationen, ist ausgezeichnet mit einem, vom Guide MICHELIN, Bib Gourmand und einem grünen Stern für ausgezeichnete regionale Küche mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Erholen Sie sich im Panorama-Spa und genießen feinste regionale Speisen.

Nachhaltiges Naturerleben im Biosphärengebiet Schwarzwald – Natur, Menschen, Tiere, Sterne, Kultur

Herzliche Grüße und wenn Ihnen der Blogbeitrag gefallen hat, freue ich mich, wenn Sie ihn teilen. Denn jedes Licht, das nachts ausgeschaltet bleibt, rettet Leben und erhöht die Chance auf mehr Artenvielfalt in unserer Umgebung.

Sabine Bengtsson