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      Nun ist das wissenschaftlich bestätigt, was für mich und bestimmt auch für viele andere Menschen schon lange klar ist:

      Insekten können nicht nur akuten Schmerz empfinden, sie leiden auch unter chronischen Schmerzen – wie wir Menschen. Selbst wenn eine Nervenverletzung schon lange verheilt ist, reagieren sie übersensibel auf Schmerzreize, wie ein Experiment belegt. Das Schmerzgedächtnis der Insekten beruht offenbar auf einer Blockade von reizhemmenden Neuronen im zentralen Nervensystem – auch das ist ähnlich wie beim Menschen, so die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“.

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      Zu deisem Thema fällt mir eine prägende Geschichte ein:
      Durch meine vielen individuellen Reisen, hatte ich eine interessante Begegnung mit einem alten Aboriginie.

      Wir unterhielten uns über die Unterschiede von Naturvölkern und der industrialisierten Zivilisation sowie der Art wie wir die Natur, Naturvölker und die Tiere behandeln. Er sagte damals etwas, dass ich niemals vergessen werde. Es war seine ganz persönliche Ansicht, warum wir, die sogenannte zivilisierte Welt, die Natur und unsere Erde zerstören. Seiner Meinung nach geschieht dies deshalb, weil wir bewerten!

      Als Beispiel sagte er zu mir: Wir Aborigines betrachten alles linear, das bedeutet, für uns sind die Menschen, die Tiere, die Pflanzen, ja selbst die Steine alle gleich wichtig. Es gibt keine Bewertung was besser oder schlechter ist. Jedoch die meisten Menschen auf der Erde und allen voran, die Industrienationen, bewerten ständig! Wir betrachten uns als das Wertvollste, dann kommen die Tiere, danach die Pflanzen und dann, um bei seinem Beispiel zu bleiben, die Steine. Und innerhalb der Tierarten bewerten wir auch noch einmal.

      Um es zu verdeutlichen nannte er uns ein Beispiel: Betrachtet man Elefanten und ein Insekt, ist sicher für die Mehrheit ein Elefant wertvoller als ein Insekt. Doch warum? Sehr oft einfach nur deshalb, weil der Elefant größer ist? Daher fällt es vielen auch so leicht ein Insekt zu töten, ohne ein schlechtes Gewissen, bei einem großen Tier haben sehr viele Menschen eine höhere Hemmschwelle.

      Oder wenn wir zum Beispiel mit dem Auto fahren und überfahren versehentlich einen Vogel, so haben die Meisten ein sehr viel schlechteres Gefühl damit, als wenn sie eine Vielzahl an Schmetterlingen oder andere Insekten auf jeder Fahrt töten… Doch wieso eigentlich? Beides sind fühlende Wesen und haben beide eine wichtige Rolle im Ökosystem. Auch bringen beide die gleichen Höchstleistungen. Schmetterlinge wie Vögel können teilweise riesige Strecken fliegen. Und jedes Lewesen hat eine wichtige Rolle im Ökosystem. Es stellt sich die interessante Frage: Woran liegt es? Ich habe auch keine endgültige Antwort, doch seine Ansicht, weil wir bewerten und entscheiden wer wertvoller ist oder wer nicht und dies sehr oft an die Größe gekoppelt ist, klingt für mich nachvollziehbar!

      Hat der Aborigenie uns damals unbeabsichtigt eines der großen Geheimnisse mitgeteilt, die es uns ermöglichen könnte, mit unserer Natur und allen Mitgeschöpfen respektvoll zu leben, indem wir jedes Lebewesen, ob Pflanze, Tier oder Mensch, gleich viel Bedeutung und Respekt zuteil werden lassen? Würden wir nicht sehr viel empathischer mit all unseren Mitgeschöpfen umgehen, wenn wir endlich aufhörten in einer Rangfolge zu bewerten, wer wertvoller ist?!