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Wildpferde und Wölfe

Ganz zu Beginn der Gründung von Perlenfänger lag der Fokus bewusst auf Wildpferden, Wölfen und ihren Verwandten – aber warum genau diese Tiere?

„Erleben Sie Wildpferde und Wölfe in Portugal – zwei faszinierende Schlüsseltierarten Europas bei geführten Naturreisen mit Perlenfänger.“

Lernen Sie die Vorfahren von Lassie und Black Beauty kennen – Wölfe und Wildpferde!

„Erleben Sie Wildpferde und Wölfe in Portugal auf unseren geführten Naturreisen mit Perlenfänger. In einer der ursprünglichsten Landschaften Europas beobachten wir diese faszinierenden Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum und tauchen ein in die Zusammenhänge eines intakten Ökosystems.“

Warum sind für mich Wildpferde und Wölfe zwei ganz besondere Tierarten?

Durch Wölfe und Wildpferde haben wir Menschen den Hund und das Hauspferd als die längsten und treuesten Gefährten. Sie haben unsere kulturelle Entwicklung wie keine anderen Tierarten so stark und nachhaltig beeinflusst.

Denn durch sie konnten wir in unserer Entwicklungsgeschichte erfolgreicher jagen, effizienter transportieren und weiter reisen. Auch das Hüten und Schützen von landwirtschaftlichen Tieren wurde leichter.

„Wölfe und Wildpferde zählen zu den wichtigsten Schlüsseltierarten unserer Erde. Durch sie wurde nicht nur die Domestikation von Hund und Pferd möglich, sie prägen bis heute ganze Ökosysteme. Ihre Rolle für Biodiversität, Gleichgewicht und gesunde Lebensräume ist zentral – ein Wissen, das wir auf unseren Naturreisen und Wildtier-Touren in Europa erlebbar machen.“

Zur Historie der heutigen wild lebenden Pferde und wilden Esel

Ohne die Pferde und Esel, die Menschen nach Australien, Neuseeland und auch zurück in die USA brachten (dort starben sie vor 10 000 Jahren aus unerklärlichen Gründen aus. Man vermutet der Mensch rottete sie aus, weil er zu der Zeit dort auftauchte), hätten Menschen nicht überlebt.

Ich traf Aborigines, Maoris und amerikanische Ureinwohner, die diese Tiere als Teil ihres Landes akzeptierten, aber die Weißen, die sie nach Australien, Neuseeland den USA brachten, führen einen grausamen und inakzeptablen Krieg gegen diese majestätischen Tiere.

Es war nicht die Entscheidung der Pferde und Esel, im „Outback“ zu überleben, nachdem die Menschen sie nicht mehr nutzten und aussetzten. Aber sie haben es überlebt, und dafür und für das, was ihre Vorfahren für die Menschen getan haben, sollten sie respektiert werden und ein friedliches, freies Leben führen dürfen!

Das Argument, dass sie das Ökosystem zerstören, ist für mich kein stichhaltiges Argument, wenn auch Weidetiere wie Kühe und Schafe dieselben Flächen beweiden und ebenfalls in das jeweilige Land mitgebracht wurden! Aber mit diesen Tieren verdienen die Menschen Geld. Wir Menschen spielen überall auf der Welt „Gott“ und bestimmen, welches Tier gut und welches schlecht ist. Wir bringen sie auf fremde Kontinente, und wenn wir sie nicht mehr brauchen, lassen wir sie frei, weil wir das Land für Kühe, Schafe usw. brauchen – mit denen wir Geld verdienen.

Die „Anderen“ die der Mensch nun nicht mehr braucht, wie Wildpferde, wilde Esel oder sogar Kamele in Australien, werden als Schädliinge betrachtet und man versucht sie grausam und brutal auszurotten.

Vor diesem Hintergrund zog sich auf der einjährigen Weltreise auch das Thema rund um Wildpferde, Wildesel,wie ein roter Faden durch die Reise.

Das sogenannte Culling von Pferden, harmlos als Bestandsreulierung bezeichnet – ein wahres Massaker

In Australien erlebten wir bereits 1997 und es hat sich bis heute leider nichts verändert, dass eiskalte Menschen wahllos aus einem Helikopter auf  Brumbies (Wildpferde in Australien) und wild lebende Esel schießen. Die wenigsten sind sofort tot, sie verenden oft qualvoll über Tage. Man tötet Mütter, zurück bleiben verwaiste Fohlen, man zerschießt Familienverbände – ohne Sinn und Verstand.

Der Moment, in dem ein ganz besonderes Wildpferd mein Herz berührte

Dieses brutale und barbarische Vorgehen war so einschneidend für uns zu hören, dass wir uns mit jemanden in Australien trafen, der versuchte den Menschen zu zeigen wie wertvoll und einzigartig sie sind. Er rettete einige aus Schlachthäusern und bildete sie zu Wanderreitpferden aus und er informierte unermüdlich die Menschen über sie. Von ihm lernte ich wie ich mich ihnen respektvoll nähern konnte…

Mitten im Outback fuhren wir über eine Schotterpiste, als plötzlich eine Gruppe Pferde neben uns auftauchte. Sie galoppierten parallel zu unserem Weg, frei, wild und voller Kraft.

Wir stoppten, weil wir dachten, sie würden wie so oft in einer Staubwolke verschwinden. Doch sie blieben. Ich stieg aus, ging, wie ich es von Charly gelernt hatte, ganz ruhig auf sie zu, senkte den Blick und blieb still.

Dann geschah etwas, das ich nie vergessen werde: Ein Junghengst löste sich aus der Gruppe und kam direkt auf mich zu. Ich streckte meine Hand aus, spürte seine sanfte Nase und hob erst dann den Kopf. Unsere Blicke trafen sich — offen, neugierig, voller Vertrauen.

Dieser Augenblick hat sich tief in mein Herz eingebrannt. Er hat mir gezeigt, wie einzigartig (Wild) Pferde sind und wie sehr sie Respekt, Schutz und Freiheit verdienen. Später wurde genau diese Erfahrung zum Auslöser für meinen beruflichen Weg: Perlenfänger, meine Naturreiseagentur und Artenschutz mit Fokus auf Wildpferde und Wölfe.

Gefährte Pferd – ein Buch für alle, die Pferde wirklich fühlen

Gefährte Pferd ist mehr als nur ein Buch – es ist eine berührende Reise in die Welt der Pferde, der Wildnis und der besonderen Verbindung zwischen Mensch und Tier. Mit viel Herz, Tiefe und echtem Erleben lädt es dazu ein, innezuhalten, mitzuspüren und Pferde mit neuen Augen zu sehen.

Wer Pferde liebt, wird in diesem Buch nicht nur Geschichten finden, sondern Emotionen, Erkenntnisse und echte Nähe. Ein Buch für alle, die mehr über die Seele der Pferde erfahren und sich von einer außergewöhnlichen Perspektive berühren lassen möchten.

Gefährte Pferd ist als Hardcover, Paperback und E-Book erhältlich.

 

perlenfaenger.com tourtitelbild howling wolf sweden
Begegnung mit einem Brumby in Australien von Sabine Bengtsso
Begegnung mit einem Brumby in Australien
Brumby Wildpferd in Australien bei Begegnung mit Sabine Bengtsson
Wildpferde in Neuseeland
Buch Gefährte Pferd von Sabine Bengtsson - Buchtitelseite
Gefährte Pferd von Sabine Bengtsson - Buchrückseite
Perlenfaenger Naturreisen Artenschutz Wildpferde Wolf Portugal Garranos und iberische Woelfe Sabine Bengtsson 39

Die Bedeutung von Pferd, Esel und Hund – ob wild oder domestiziert

Auch heute noch sind Pferde, Esel und Hunde enge Begleiter des Menschen und in manchen Bereichen unverzichtbar: als Lawinen-, Spür-, oder Blindenhund zum Beispiel, als Lastentier, Therapie- oder Holzrückepferde; oder einfach nur, weil wir sie lieben…

Doch die Vorfahren sind nach wie vor in vielen Teilen der Welt bedroht. Sie werden verfolgt und getötet. Dabei haben sie unseren Respekt verdient, sind faszinierend, einzigartig, hoch sozial und familienorientiert, genau wie wir Menschen.

„Auf unseren geführten Wildpferde-Touren in Portugal haben Sie die seltene Möglichkeit, Wildpferde in freier Wildbahn zu beobachten und die Präsenz der Wölfe anhand ihrer Spuren zu erleben. Diese besondere Form der Wildlife-Beobachtung verbindet intensive Naturerfahrung mit fundiertem Wissen über Artenschutz, Verhalten und ökologischen Zusammenhängen.“

Schlüsseltierarten und die Bedeutung für gesunde Ökosysteme

In der Natur hat jeder seinen Platz, es gibt kein Gut oder Böse, alles greift ineinander. Die Bewertungen nehmen nur wir Menschen vor. Ohne die Beutegreifer käme das Gleichgewicht der Beutetiere aus dem Lot und umgekehrt. Auch die Pflanzen sind von beiden abhängig. Sehr schön zu erleben, auf unseren Touren ins wilde Portugal, wo Wildpferde und Wölfe seit Jahrtausenden in Symbiose leben.

Wildpferde und auch Wölfe sind in vielen Teilen der Erde bedroht, dazu zählen auch die Wildhunde und die Wildesel. Ihren Lebensraum zu schützen, trägt auch dazu ihre Art zu schützen. Ein größeres Verständnis zu wecken und zu verstehen, warum sie so wichtige Schlüsseltierarten für unsere Ökosysteme sind, auch das ist Teil vieler Touren!

Man sagt, wo Wölfe leben ist der Wald gesund. Wie sehr dies zutrifft, zeigt eine beeindruckende Dokumentation über den Yellowstone Nationalpark. Denn der Wolf ist eine sogenannte Schlüsseltierart. Wenn sie fehlt, fehlt einem Ökosystem im wahrsten Sinne der Schlüssel dazu ein gesundes Ökosystem zu sein!

„Wölfe sind eine sogenannte Schlüsseltierart im Ökosystem. Ihre Anwesenheit reguliert Wildbestände und trägt maßgeblich zur Stabilität und Biodiversität bei. Ähnlich wirken Wildpferde und Wildesel: Sie halten Landschaften offen und schaffen Lebensräume für zahlreiche andere Arten. Dieses komplexe Zusammenspiel ist ein zentrales Thema unserer nachhaltigen Naturreisen. Wir stehen erst am Anfang diese komplexen Zusammenhänge wirklich zu verstehen. Daher wird es höchste Zeit bei dem derzeitigen Artensterben rechtzeitig gegen zu steuern und der Natur und ihren Wildtieren ihren Raum zurück zu geben.

„Der Schutz von Lebensräumen ist entscheidend für den Erhalt von Wölfen, Wildpferden und anderen Wildtieren. Unsere Reisen verfolgen daher einen klaren Fokus auf nachhaltigen Naturtourismus und Artenschutz. Denn nur was wir verstehen und erleben, sind wir bereit zu schützen.“

Es gibt noch viel Spannendes, was wir von ihnen und über sie lernen können.

Kommen Sie mit in eine fantastische Welt der tiefen Wälder und weiten Steppen!
Sie werden danach nicht nur Hunde, Hauspferde oder Hausesel mit anderen Augen sehen…

Was bedeutet es für ein Wildpferd, in Gefangenschaft zu geraten?

Ich kann es nicht mit absoluter Gewissheit sagen – ich bin kein Wildpferd. Doch meine intensiven Erfahrungen auf verschiedenen Kontinenten haben mir tiefe Einblicke in die Realität von Wildpferden, Adoption und menschlicher Einflussnahme gegeben. Nach einem Jahr in Neuseeland, Australien, Kanada und den USA, nach Gesprächen mit Organisationen, Trainern und Haltern, nach Besuchen auf Adoptionsfarmen und direkten Begegnungen mit Wildpferden, steht für mich eines fest: Gefangenschaft ist keine echte Option für ein Wildpferd.

Wildpferde besitzen eine außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit – sie arrangieren sich, weil es in ihrer Natur als hochsoziale Wesen liegt. Doch Anpassung bedeutet nicht Wohlbefinden. Freiheit, Selbstbestimmung und soziale Bindungen sind essenzielle Bestandteile ihres Lebens. Sie leben in komplexen Familienstrukturen, oft ein Leben lang. Entscheidungen über Fortpflanzung, Nähe und Distanz treffen sie selbst. Stuten wählen ihre Hengste. Herden organisieren sich dynamisch. Hengste tolerieren mitunter andere Hengste zum Schutz der Gruppe während der Paarungszeit. Dieses soziale Gefüge ist fein abgestimmt und überlebenswichtig.

Wird ein Wildpferd eingefangen, zerbricht dieses System. Trennung von der Familie, Verlust von Freiheit, Leben auf engem Raum – Paddock, Weide oder Box – und das Zusammenleben mit fremden Artgenossen ohne Wahlmöglichkeit bedeuten enormen Stress. Hinzu kommt die Erwartung, sich dem Menschen unterzuordnen und als Reitpferd zu funktionieren. Besonders ältere Tiere leiden massiv unter diesem Bruch ihrer bisherigen Existenz.

Auf meiner Reise hörte ich immer wieder eine erschütternde Zahl: Bis zu 70% der eingefangenen Wildpferde überleben das erste Jahr in Gefangenschaft nicht. Diese Zahl allein wirft eine tiefgehende ethische Frage auf. Nach unzähligen Gesprächen, Beobachtungen und vor allem nach dem Blick in die Augen dieser Tiere auf Adoptionsfarmen wurde mir klar: Der Preis, den diese Wildpferde für unsere Kontrolle zahlen, ist enorm.

So schwer dieser Gedanke auch ist – unter bestimmten Umständen erscheint es fast humaner, ein Wildpferd eher zu töten, als es in ein Leben voller Zwang, Verlust und Anpassungsdruck zu bringen. Besonders fragwürdig sind Programme, in denen Wildpferde in Trainingsshows innerhalb von 100 Tagen Vertrauen aufbauen müssen, nur um anschließend an unbekannte Menschen versteigert zu werden.

Wildpferde stehen für Freiheit, Würde und natürliche Ordnung. Ihnen diese Grundlagen zu nehmen, verändert nicht nur ihr Leben – es zerstört einen wesentlichen Teil ihres Wesens.

Was wäre die Lösung, um Wildpferde nachhaltig zu schützen?

Für mich beginnt echter Wildpferdeschutz dort, wo wir ihren Lebensraum respektieren, erhalten und aktiv erweitern. Ohne ausreichend Raum gibt es keine Freiheit – und ohne Freiheit kein artgerechtes Leben. Besonders in den USA braucht es endlich ein Umdenken: Wildpferde dürfen nicht länger als Problem oder Ressource betrachtet werden, sondern müssen als heimische Wildtiere anerkannt werden, die unter gesetzlichen Schutz gehören. Nur so kann langfristiger Schutz, Biodiversität und ein stabiles Ökosystem gesichert werden.

Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz ihrer natürlichen Gegenspieler – Beutegreifer wie Wölfe, Pumas oder in Australien die Dingos. Diese Tiere sind keine Bedrohung, sondern ein essenzieller Teil des ökologischen Gleichgewichts. Sie regulieren die Populationen, verhindern Überweidung und sorgen dafür, dass Landschaften gesund bleiben. Ohne sie gerät das sensible Zusammenspiel von Pflanzen, Pflanzenfressern und Umwelt aus dem Gleichgewicht – mit gravierenden Folgen für die Natur.

Auch indigene Perspektiven verdienen mehr Gehör. Für die Māori in Neuseeland und die Aborigines in Australien ist längst klar, dass Wildpferde Teil der Landschaft geworden sind. Seit über 250 Jahren leben sie in teils extremen Regionen und haben bewiesen, dass sie sich anpassen und integrieren können. Dieses Wissen basiert nicht auf kurzfristigen Interessen, sondern auf Generationen von Naturverständnis, Respekt und Beobachtung.

Daher stellt sich eine unbequeme, aber notwendige Frage: Haben wir wirklich das Recht, Wildpferde als „invasiv“ zu bezeichnen, während wir gleichzeitig Land für Rinder- und Schafhaltung nutzen, die selbst nicht ursprünglich aus diesen Regionen stammen? Geht es hier wirklich um Naturschutz – oder vielmehr um wirtschaftliche Interessen und Kontrolle über Landnutzung?

Wildpferdeschutz bedeutet mehr als Management oder Regulierung. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, natürliche Prozesse zuzulassen und den Wert von Freiheit, Artenvielfalt und ökologischer Balance neu zu erkennen. Wenn wir Wildpferde schützen wollen, müssen wir lernen, ihnen ihren Platz in der Welt zurückzugeben – nicht als Besitz, sondern als Teil eines lebendigen, komplexen Systems.

Zum Wildpferdeschutz sollten wir uns folgende Fragen stellen:

Was wäre, wenn echter Wildpferdeschutz genau dort beginnt, wo wir endlich aufhören, ihren Lebensraum einzuschränken? Was, wenn die zentrale Lösung nicht Kontrolle, sondern Raum ist – Raum für Freiheit, natürliche Bewegung und ein selbstbestimmtes Leben? Und warum werden Wildpferde in den USA noch immer nicht konsequent als heimische Wildtiere anerkannt, obwohl genau dieser Status ihnen dringend notwendigen Schutz, klare Gesetze und langfristige Sicherheit geben könnte?

Wie kann ein funktionierendes Ökosystem entstehen, wenn wir gleichzeitig die natürlichen Gegenspieler der Wildpferde verdrängen? Was passiert mit der Biodiversität, wenn Wölfe, Pumas oder Dingos fehlen – jene Raubtiere, die für Gleichgewicht sorgen, Überweidung verhindern und gesunde Landschaften erhalten? Ist es nicht genau dieses Zusammenspiel aus Wildpferden, Raubtieren und Vegetation, das Natur stabil und widerstandsfähig macht?

Warum hören wir so selten auf die Stimmen indigener Kulturen, obwohl ihr Wissen über Natur, Gleichgewicht und Koexistenz über Generationen gewachsen ist? Wenn Māori in Neuseeland und Aborigines in Australien Wildpferde längst als Teil ihrer Umwelt akzeptieren – warum tun wir uns so schwer, diese Perspektive ernst zu nehmen? Haben diese Tiere nicht längst bewiesen, dass sie sich anpassen, integrieren und selbst in extremen Lebensräumen bestehen können?

Und die vielleicht unbequemste Frage von allen: Wer entscheidet eigentlich, was „invasiv“ ist – und was nicht? Haben wir wirklich das Recht, Wildpferde aus ihrem Lebensraum zu verdrängen, während wir gleichzeitig Flächen für Rinder- und Schafhaltung nutzen, die ebenso wenig ursprünglich in diesen Regionen beheimatet sind? Geht es beim Wildpferdemanagement wirklich um Naturschutz – oder eher um wirtschaftliche Interessen, Landnutzung und Kontrolle?

Wenn wir ehrlich sind: Bedeutet Wildpferdeschutz nicht viel mehr als Regulierung? Bedeutet er nicht, Verantwortung zu übernehmen, natürliche Prozesse zuzulassen und Freiheit als essenziellen Wert anzuerkennen? Und sind wir bereit, Wildpferden ihren Platz in einem komplexen, lebendigen Ökosystem zurückzugeben – nicht als Ressource, sondern als eigenständige, fühlende Wesen?

Was bedeutet es, wenn Wölfe ungewöhnliches Verhalten zeigen?

Sind Wölfe gefährlich für den Menschen?

Diese Frage wird häufig gestellt. Tatsächlich zeigen viele Beispiele, dass Wölfe ein differenziertes Verhalten gegenüber Menschen haben. Auch ungewöhnliches Verhalten bedeutet nicht automatisch Gefahr. Auf unseren Touren vermitteln wir fundiertes Wissen über das Verhalten von Wölfen in Europa und helfen, Mythen von Fakten zu unterscheiden.

Begleiten Sie uns auf eine außergewöhnliche Wildnisreise in Europa und entdecken Sie die Welt der Wölfe und Wildpferde mit neuen Augen. Unsere Perlenfänger Naturreisen verbinden intensive Naturerlebnisse mit Wissen, Respekt und echter Begegnung.

Gedanken zum Umgang mit Wölfen, die mir wichtig sind:

Durch den Wolf GW2672 im Schwarzwald wurde eine unvergleichliche Diskussion ausgelöst… Über Jahre gab es teils auch sehr nahe Begegnungen mit ihm. Dabei verhielt und verhält er sich bisher nie aggressiv, weder den Hunden noch den Menschen gegenüber. Auch hat er keine Weidetiere gerissen. Dennoch befinden wir uns bis heute generell bei Wölfen, in einem Hin und Her, ob so ein Verhalten dazu führen sollte, diese Wölfe zu erschiessen. Stand jetzt hat er sich sofort zurück gezogen, als die Jagd auf ihn begann und ist bis heute nach wie vor unauffällig und er lebt er noch. Ich hoffe sehr, dass dies auch so bleibt.

Was ich allgemein dazu sagen möchte:

Es gibt immer mal wieder die Wölfe, die zwar Menschen nahe kommen und dennoch nie gefährlich wurden. Das zu erkennen sollte unser Ziel sein, um sie nicht ungerechtfertigt zu töten.

Ein Beispiel ist der Wolf Romeo aus Alaska, der jahrelang kam um zwischen den Menschen mit deren Hunden zu spielen. (Anbei ein youtu.be Video von dem Mann, der ihn über Jahre dort erlebt hat):

Der in Alaska lebende Schriftsteller und Fotograf Nick Jans zeichnet die fesselnde Geschichte von Romeo, dem schwarzen Wolf von Juneau, anhand einer kommentierten Diashow, kurzer Videoclips und Lesungen aus seinem Bestseller „Ein Wolf namens Romeo“ nach.

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Ein weiteres Beispiel ist die Wölfin Timish, die jahrelang bei Brasov (Rumänien) ihre Wurfhöhle hatte und nachts in die Stadt kam um Ratten zu jagen oder Essensreste für die Welpen gesucht hat.

Ich war selbst vor Ort an der mittlerweile verlassenen Wurfhöhle, zusammen mit Peter, meinem Kooperationspartner für unsere Rumänientouren, der über 11 Jahre dort im Large Carnivore Projekt unter anderem auch diese Wölfin beobachtet hat. Es gibt Filmaufnahmen, wie sie völlig entspannt auf dem Fußweg an Menschen vorbei läuft, die an der Bushaltestelle stehen und warten.

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Daher sollten wir sehr vorsichtig sein mit Stereotypen wann welches Verhalten rechtfertig ein Tier zu töten! Genauso wie bei uns gibt es auch bei Wölfen individuelle Persönlichkeiten und Charaktere mit außergewöhnlichem Verhalten.

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