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Der Anfang

Ganz zu Beginn der Gründung von Perlenfänger lag zunächst der Schwerpunkt auf Wildpferden, Wölfen und ihren Verwandten. Warum?

Lernen Sie die Vorfahren von Lassie und Black Beauty kennen – Wölfe und Wildpferde!

Warum sind für mich Wildpferde und Wölfe zwei ganz besondere Tierarten?

 

Durch Wölfe und Wildpferde haben wir Menschen den Hund und das Hauspferd als die längsten und treuesten Gefährten. Sie haben unsere kulturelle Entwicklung wie keine anderen Tierarten so stark und nachhaltig beeinflusst.

Denn durch sie konnten wir in unserer Entwicklungsgeschichte erfolgreicher jagen, effizienter transportieren und weiter reisen. Auch das Hüten und Schützen von landwirtschaftlichen Tieren wurde leichter.

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Auch heute noch sind Pferde, Esel und Hunde enge Begleiter des Menschen und in manchen Bereichen unverzichtbar: als Lawinen-, Spür-, oder Blindenhund zum Beispiel, als Lastentier, Therapie- oder Holzrückepferde; oder einfach nur, weil wir sie lieben…

Doch die Vorfahren sind nach wie vor in vielen Teilen der Welt bedroht. Sie werden verfolgt und getötet. Dabei haben sie unseren Respekt verdient, sind faszinierend, einzigartig, hoch sozial und familienorientiert, genau wie wir Menschen.

In der Natur hat jeder seinen Platz, es gibt kein Gut oder Böse, alles greift ineinander. Die Bewertungen nehmen nur wir Menschen vor. Ohne die Beutegreifer käme das Gleichgewicht der Beutetiere aus dem Lot und umgekehrt. Auch die Pflanzen sind von beiden abhängig. Sehr schön zu erleben, auf unseren Touren ins wilde Portugal, wo Wildpferde und Wölfe seit Jahrtausenden in Symbiose leben.

Wildpferde und auch die Wölfe sind in vielen Teilen der Erde bedroht, dazu zählen auch die Wildhunde und die Wildesel. Ihren Lebensraum zu schützen, trägt auch dazu ihre Art zu schützen. Ein größeres Verständnis zu wecken und zu verstehen, warum sie so wichtige Schlüsseltierarten für unsere Ökosysteme sind, auch das ist Teil vieler Touren!

Man sagt, wo Wölfe leben ist der Wald gesund. Wie sehr dies zutrifft, zeigt eine beeindruckende Dokumentation über den Yellowstone Nationalpark. Denn der Wolf ist eine sogenannte Schlüsseltierart. Wenn sie fehlt, fehlt einem Ökosystem im wahrsten Sinne der Schlüssel dazu ein gesundes Ökosystem zu sein!

Das Gleiche trifft auf große Pflanzenfresser wie die Wildpferde und Wildesel zu. Sie halten Flächen offen, die der Lebensraum vieler Pflanzen, Insekten, Vögel und vielen anderen Tieren ist. Fehlen sie, verbuscht die Landschaft und der Lebensraum dieser Tiere geht verloren! Es hängt alles mit allem zusammen. Wir stehen erst am Anfang diese komplexen Zusammenhänge wirklich zu verstehen. Daher wird es höchste Zeit bei dem derzeitigen Artensterben rechtzeitig gegen zu steuern und der Natur und ihren Wildtieren ihren Raum zurück zu geben. Das gelingt, wenn wir es verstehen und erkennen wie wichtig intakte Lebensräume für uns alle sind! Denn nur das was wir kennen, verstehen und respektieren, werden wir auch schützen!

Es gibt noch viel Spannendes, was wir von ihnen und über sie lernen können.

Kommen Sie mit in eine fantastische Welt der tiefen Wälder und weiten Steppen!
Sie werden danach nicht nur Hunde, Hauspferde oder Hausesel mit anderen Augen sehen…

 

Was bedeutet es, wenn Wölfe ungewöhnliches Verhalten zeigen?

Gedanken dazu, die mir wichtig sind:

Durch den Wolf GW2672 im Schwarzwald wurde eine unvergleichliche Diskussion ausgelöst… Über Jahre gab es teils auch sehr nahe Begegnungen mit ihm. Dabei verhielt und verhält er sich bisher nie aggressiv, weder den Hunden noch den Menschen gegenüber. Auch hat er keine Weidetiere gerissen. Dennoch befinden wir uns in einem aktuellen Hin und Her, ob dieses Verhalten dazu führen sollte, ihn zu erschiessen. Stand jetzt lebt er noch und ich hoffe sehr, dass dies auch so bleibt.

Was ich allgemein dazu sagen möchte:

Es gibt immer mal wieder die Wölfe, die zwar Menschen nahe kommen und dennoch nie gefährlich wurden. Das zu erkennen sollte unser Ziel sein, um sie nicht ungerechtfertigt zu töten.

Ein Beispiel ist der Wolf Romeo aus Alaska, der jahrelang kam um zwischen den Menschen mit deren Hunden zu spielen. (Anbei ein youtu.be Video von dem Mann, der ihn über Jahre dort erlebt hat):

Der in Alaska lebende Schriftsteller und Fotograf Nick Jans zeichnet die fesselnde Geschichte von Romeo, dem schwarzen Wolf von Juneau, anhand einer kommentierten Diashow, kurzer Videoclips und Lesungen aus seinem Bestseller „Ein Wolf namens Romeo“ nach.

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Ein weiteres Beispiel ist die Wölfin Timish, die jahrelang bei Brasov (Rumänien) ihre Wurfhöhle hatte und nachts in die Stadt kam um Ratten zu jagen oder Essensreste für die Welpen gesucht hat.

Ich war selbst vor Ort an der mittlerweile verlassenen Wurfhöhle, zusammen mit Peter, meinem Kooperationspartner für unsere Rumänientouren, der über 11 Jahre dort im Large Carnivore Projekt unter anderem auch diese Wölfin beobachtet hat. Es gibt Filmaufnahmen, wie sie völlig entspannt auf dem Fußweg an Menschen vorbei läuft, die an der Bushaltestelle stehen und warten.

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Daher sollten wir sehr vorsichtig sein mit Stereotypen wann welches Verhalten rechtfertig ein Tier zu töten! Genauso wie bei uns gibt es auch bei Wölfen individuelle Persönlichkeiten und Charaktere mit außergewöhnlichem Verhalten.

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