Bärenbeobachtungshütten in Schweden

Perlenfänger hat eine sehr klare Haltung, was das Anfüttern von Wildtieren angeht. Aus diesem Grund bieten wir auch keine klassischen Wildtierfotografietouren an. Denn bei uns geht es vornehmlich nicht um die Sichtung von Wildtieren, sondern um das respektvolle Eintauchen und Erleben der Lebensräume der Tiere. Werden dabei Wildtiere beobachtet, ist es ein Geschenk der Natur, darf jedoch es nie erwartet werden. Denn sie leben frei und unabhängig.

Warum bieten wir dennoch die beiden Bärenbeobachtungshütten in Schweden an und worin besteht der Unterschied zu anderen Bärenbeobachtungshütten?

Diese Hütten werden streng kontrolliert, reguliert und es werden sehr begrenzt kleine Snacks ausgelegt. Doch vor allem tragen sie in Schweden zum Naturschutz bei. Denn es gibt Hunderte von nicht registrierten und illegalen Köderplätzen in ganz Schweden, deren Hauptzweck es ist, Wildtiere zu erlegen. Das ist ein großes Problem.

Bei diesen Hütten wird verantwortungsbewusst geködert. Wenn Menschen einen frei lebenden Bären sehen, vergessen sie dieses Erlebnis ihr ganzes Leben lang nicht. Das erhöht die Akzeptanz für diese Tiere und fördert das Verständnis sie zu schützen und zu verstehen, wie wichtig sie für ein intaktes Ökosystem sind. 

Die zwei Hütten bieten die Chance, Braunbären in freier Wildbahn zu beobachten und zu fotografieren. Es wird dazu nur selektiv Nahrung ausgelegt, damit Bären das Gebiet vor der Hütte besuchen. Die Chance, Bären ohne Köder in Europa zu sehen und zu fotografieren, ist nahezu unmöglich. Mit diesen Hütten wurde eine 80-90%-ige Erfolgsquote bei Bären erreicht, die von Jahr zu Jahr variieren, ohne das natürliche Verhalten zu verändern. Denn die Bären leben frei und unabhängig. Da es sich nur um kleine Snacks handelt, die nicht satt machen, kommen immer wieder andere Individuen vorbei.

Bei allen Braunbärhütten in Europa, von denen wir wissen, werden Bären angeködert. Dies kann jedoch auf viele verschiedene Arten geschehen.

Dies ist der große Unterschied zu Finnland. Dort haben die Wildtiere teilweise sogar schon Namen, so regelmäßig erscheinen sie zum Fressen und es werden große Portionen ausgelegt!    

Die Kooperationspartner aus Schweden haben von den offiziellen Behörden die Erlaubnis erhalten, Bären zu ködern. Sie folgen den strengen Kriterien und Richtlinien der Behörden, wie dies verantwortungsvoll und nachhaltig zu tun ist, ohne das natürliche Leben oder die Ernährung der Bären in einer Weise zu verändern, die den Bären negativ beeinflusst. Es werden von drei unterschiedlichen Behörden dazu die Erlaubnis benötigt!!!

Es außerdem zieht Bären von Dörfern, Straßen und Wanderwegen weg. Die Bären kommen nicht zum Essen und werden satt, sie bekommen nur einen kleinen Snack. Und sie können dafür nur bestimmte Arten von Nahrung und zu bestimmten Zeiten des Jahres verwenden.