Afrikanische Wildhunde

Painted Dogs – Afrika – Simbabwe

„The Big SIX“ oder was wäre Afrika ohne die gefleckten Wildhunde?!

Von Sabine Bengtsson / Februar 2015

 

Für jeden Safari-Reisenden ist sofort klar was mit „The Big Five“ gemeint ist:

 

Elefanten, Leoparden, Löwen, Büffel und Nashörner.
Sie alle auf einer Afrikareise sehen zu können, gilt als großes Ziel und Glück!

 

Doch ich wage zu sagen: Wer nach Afrika fährt sollte sich auf die Suche nach den „Big Six“ begeben…

 

perlenfaenger.com, painted dogs, africa, simbabwe

Denn ohne dieses sechste Tier wäre Afrika nicht komplett und um einiges ärmer!
In Simbabwe leben sie noch, alle „Sechs“!

 

Und zum Glück gibt es Menschen wie Greg Rasmussen, ein Painted-Dog-Biologe, der seit über 25 Jahren erheblich dazu beiträgt, dass es die afrikanischen Wildhunde in Afrika überhaupt noch gibt oder die PDC, eine Painted-Dog Schutzorganisationen.

 

 

 

perlenfaenger.com, African_Wild_Dog_DistrbutionDenn das war nicht selbstverständlich. Sie waren bis vor einem Jahrhundert noch sehr zahlreich zu mehreren Hunderttausenden in der afrikanischen Savanne vertreten, doch bereits seit 1990 stehen sie auf der Liste, als die am meisten bedrohte Tierart in Afrika. Es wird vermutet, dass es nur noch 5000-7000 Wildhunde in wenigen Teilen Afrikas in der Savanne leben.

 

Bereits seit 40 Millionen Jahren auf der Erde, mit nur 25 kg, leichter als jede Raubkatze, sind sie sehr erfolgreiche Jäger. Sie sind eine eigene, durch die Evolution entstandene Rasse und nicht wie früher angenommen eine Züchtungsrasse anderer Verwandter. Wildhunde leben in Rudeln, heute bis zu 30 Tiere, früher sogar bis zu 100 Wildhunde, welche durch ein monogam geführtes Pärchen geführt werden.

 

Durch ihr außergewöhnliches Sozialverhalten: Sie versorgen kranke Mitglieder und den Nachwuchs des Alphapärchens gemeinsam, es gibt kaum Kämpfe innerhalb des Rudels und die Tiere steuern ihre Hormonproduktion so, dass nur das Alphapärchen zeugen kann, sind sie schon faszinierend genug, doch auch für die entscheidende Funktion im Gleichgewicht der Artenvielfalt, sind sie unverzichtbar für ein gesundes Ökosystem.

 

Greg, der sein Leben den afrikanischen Wildhunden verschrieben hat, wurde in London geboren. Zum Glück für die Wildhunde, zogen seine Eltern nach Simbawe in Afrika, als er elf Jahre alt war.

 

perlenfaenger.com, Greg_Rasmussen_Hwange_1996

1989 wurde ihm eine Stelle im Hwange National Park angeboten um Wildtiere zu beobachten.
Im Jahr 2002 gründete er eine Schutzorganisation für afrikanische Wildhunde und seit 2014 leitet er ein Forschungszentrum für diese Tiere in Simbabwe.

 

Er mag den Namen Wildhunde nicht gerne, für ihn heißen sie gefleckte Hunde (Painted Dogs).

 

 

Er sagt: Mit dem Wort „wild“ ist so viel Negatives verbunden wie zum Beispiel blutrünstige Bestie, Unberechenbarkeit oder Gefahr!

 

Doch eigentlich trifft das viel eher auf eine andere Spezies zu, uns Menschen! Denn durch das Aufeinandertreffen von Menschen und Wildhunden ist diese ganz außergewöhnliche Tierart erst an den Rand der Ausrottung gebracht worden.
Rancher fürchteten um ihr Vieh und so wurde und wird bis heute, von einigen Farmern jeder Wildhund zur Strecke gebracht, der sich blicken lässt. Viele landen in Fallen die für andere Tiere gedacht waren, oder sie sterben an Staupe und Tollwut durch eingeschleppte Tiere.

 

Greg ist unermüdlich, um diese gefleckten Wildhunde zu erforschen und zu schützen. Er ist „der Experte“, wenn es darum geht etwas über das faszinierende Leben dieser Tiere kennenlernen zu wollen.

 

Doch erst wenn Menschen diese unglaublich spannende und seltene Spezies im gleichen Atemzug nennen wie die „Big Five“ und es zukünftig um die „Big Six“ geht, haben sie eine Chance wirklich langfristig zu überleben. Denn nachhaltiger Tourismus, von dem auch Einheimische profitieren, hat schon so manchen Farmer umschwenken lassen vom Jäger zum Beschützer bedrohter Tierarten!

 

Erleben Sie mit uns die Welt der afrikanischen Wildhunde im Gebiet der „Big Five“ unter Leitung von Greg Rasmussen in Simbabwe.

 

8 Teilnehmer haben die Möglichkeit an dieser einmalig durchgeführten Tour in teilnehmen zu können. Wir dürfen mit ihm in sonst nicht zugängliche Areale und haben vielleicht sogar das Glück beim Besendern weiterer Painted Dogs dabei sein dürfen…

 

Wir werden dort an verschiedenen, atemberaubend schönen Plätzen nicht nur die Naturvielfalt Simbabwe´s erkunden, sondern haben das unglaubliche Glück mit Greg in der Savanne unterwegs sein zu können, auf den Spuren der gefleckten Wildhunde – den „Big Six“!

 

 

 

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