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      Copyright: Text und Fotos Sabine Bengtsson / 2016

      FIO 2016 / Extremadura Monfragüe Nationalpark

      Monfragüe/Zafra/Trujillo Übernachtungen

      Bereits im Vorfeld bin ich komplett begeistert, wie gut die Organisation dieses FAM-Trips geplant ist. Es gibt einen detailierten Ablaufplan, Links dazu und die Möglichkeit online Besprechnungstermine mit Ausstellern zu machen. Da der Workshop dazu am ersten Tag sein wird, werden wir die restlichen 4 Tage an verschiedenen interessanten Natur-Hotspots die Extremadura mit Marc und Godfried, zwei Biologen, die dort leben, kennenlernen. Auch Vanesa, die Hauptorganisatorin, und Yadira werden uns die gesamte Zeit über begleiten.

      Ich habe Vanesa bereits ein Jahr zuvor in Madrid auf der Mad Bird Fair in Madrid getroffen und fand sie auf Anhieb sehr sympathisch. Was sie plant, hat Hand und Fuss…

      Als ich am Flughafen ankomme, empfängt mich Ana, sie wird die 23 Teilnehmer aus allen Teilen der Welt empfangen.

      Da ich die Erste bin, erlebe ich, wie so langsam Teilnehmer aus China, Hongkong, USA, Südamerika, Mexiko, Indien und vielen Teilen Europas eintreffen.

      Auf zwei kleine Busse aufgeteilt geht es 3 Stunden Richtung Extremadura. Nachdem wir Madrid verlassen, verändert sich die Landschaft und wird immer grüner.

      Unsere erste Station ist der Nationalpark Monfragüe. Die Extremadura liegt in Spanien. Sie ist mit ihren ca. 40000 km² etwa so groß wie die Schweiz. Die Extremadura erstreckt sich über zwei Provinzen. Die eine Provinz ist Caceres und die andere ist Badajoz. In der Extremadura gibt es einige Gebirgszüge und Täler in denen viele Vogelarten ein zu Hause finden.

      Der Nationalpark Monfragüe ist weit über seine Grenzen dafür bekannt, das man viele verschiedene Vogelarten auf engstem Raum beobachten kann. Im Nationalpark Monfragüe sieht man den Gänsegeier, hin und wieder den Bartgeier, den Mönchsgeier, den Schmutzgeier, den Uhu, den Wanderfalken, den Zwergadler, den Rötelfalken, den Spanischen Kaiseradler, den Schlangenadler, den Habichtsadler, die Blauelster, die Zippammer, die Blaumerle, den Schwarzstorch und noch viele Vögel mehr.

      An einem einzigen Felsen im Nationalpark Monfragüe brüten die Gänsegeier, die Schwarzstörche, die Wanderfalken, die Blaumerle, die Rothühner, die Uhus, die Blaumeise, die Zippammern, die Rötelschwalben, die Amseln und die Felsenschwalben in unmittelbarer Nähe zueinander. Neben dem Geierfelsen brüten auch der Schwarzmilan, der Rotmilan und einige Mönchsgeier in den Bäumen.

      Korkeichen, die die Extremadura berühmt gemacht haben, wechseln sich ab mit Olivenbäumen, Weinstöcken und unberührter Natur. Unser erstes Ziel ist der Monfragüe Nationalpark. Dort findet auch die FIO eine bekannte Birdwatching Messe mitten im Nationalpark statt. Die Aussteller präsentieren sich in einem eigens dafür aufgestellten großen Zelt. Wir werden in einem Zelt daneben am nächsten Tag unseren Workshop haben. Die Termine dafür haben wir zuvor online abgemacht. Unser Hotel liegt wunderschön mitten in der Natur mit Blick in die Berge. Es ist auch architektonisch an die Landschaft angepasst und fügt sich harmonisch ein. Die ersten von uns gehen gleich nach der Ankunft mit einem Spektiv, Kamera oder Fernglas auf Vogelbeobachtung.

      Am Abend treffen dann auch unsere Guides Marc, Godfried, Vanesa und Yadira ein. Bei einem Abendessen lernen wir uns alle ein bisschen näher kennen. Es herrscht von Anfang an eine gelöste und heitere Atmosphäre.

      Am nächsten Morgen werden wir zur FIO gebracht. Auch hier ist alles perfekt organisiert. Pünktlich um 9 Uhr geht der Workshop los. Wir haben jeweils 10 Minuten pro Termin Zeit.
      Ich habe sehr interessante Gespräche und gehe davon aus, dass sich somit neue spannende Kooperationen für Naturreisen in Spanien entwickeln werden.

      Um kurz vor 15 Uhr ist der „Büroteil“ beendet und ab jetzt werden wir 4 Tage an die unterschiedlichsten und interessantesten Plätze für Vogel-, und Naturbeobachtung in der Extremadura fahren. Man spürt sofort, dass sowohl Marc, Godfried und auch Vanesa für diese Region „brennen“ und ein unglaubliches Fachwissen haben, dass sie mit einer ansteckenden Leidenschaft mit uns teilen. Wer jetzt noch nicht ein echter „Birder“ war, nach dieser Tour ist er es garantiert!

      Das Programm ist sehr abwechslungsreich. Wir erfahren etwas über die Kultur, die Geschichte und vor allem über die außergewöhnliche Natur mit all ihren vielen Bewohnern.

      Bereits bei unserer ersten Exkursion sehen wir eine hohe Anzahl von unterschiedlichen Geierarten (Egypt-Vulture, …) sowie den seltenen Bonelli-Adler und den Spanish-Imperial-Eagle. Es ist absolut beeindruckend wie nah sie über unseren Köpfen zu ihrem Felsen fliegen. Bei einem anderen Stopp sehen wir den ersten Kingfisher (Eisvogel).

      Am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen, um uns auf den Weg nach Zafra zu machen. Währenddessen passieren wir steppenartige Gebiete und weite Graslandschaften, die an die Mongolei erinnern. Dort erwarten uns Großtrappen, Geier, Schwarz-, und Rotmilane sowie Adler und viele kleine unterschiedliche Vogelarten.

      Störche begleiten uns während der ganzen Zeit, sie sind häufig anzutreffen und bewohnen Hochspannungsmasten sogar wie in einem Mietshaus mit mehreren Nestern auf verschiedenen Etagen.

      Wir besuchen eine alte römische Brücke, die über einen Fluss führt, von der wir viele unterschiedliche Vögel und sogar Schildkröten aus beobachten können.

      Nach einer Stadtführung durch die wunderschöne Stadt Zafra geht´s zum Essen mit typischen regionalen Gerichten. Ein Barbesuch beendet diesen schönen Tag, bevor es am nächsten Morgen zu einem Stausee geht, mit einer Wanderung in den Bergen zu Adlern und einem Luchsgebiet, das gleichzeitig Jagdgebiet ist und damit ein Betreten verboten bedeutet!

      Am letzten Tag lassen sich die Stare vor dem Hotel, an den alten Gebäuden umliegend, hervorragend beobachten und ihr fröhlicher Gesang hallt weit durch die Gassen.

      Danach geht zu einem Uhuplatz. Tatsächlich treffen wir sie an und können sie mit einem Spektiv gut beobachten.

      Weiter führt die Tour nach Alange, Marcs Heimatort, an einen Stausee mit guter Möglichkeit Vögel beobachten zu können. Doch mein persönliches Highlight sind die Wetlands mit grandioser Landschaft. Natürlich ist genau hier mein Kamera-Akku leer und mir bleibt nichts anderes übrig, als mit dem Smartphone Eindrücke festzuhalten. Doch das geht so wie so viel besser durch die Augen und mit dem Herzen :-)

      Am vorletzten Tag fahren wir nach Trujillo. Die Stadtführung und ein Abschlußessen im Parador mit Flamenco, bildet einen würdigen Rahmen dieser wirklich faszinierenden Tour durch die vielfältige Extremadura.

      Wer sich für Vogeltouren in Spanien interessiert, ich habe einen hervorragenden Kontakt zu einem spanischen Biologen, der in den unterschiedlichsten Regionen Spaniens sehr gute Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung anbietet. Es gibt Hides, von denen man auch sehr gute Fotos machen kann.

      Bei Interesse sprechen Sie mich gerne an!